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Montag, 12. Oktober 2009

Was ist wichtig für Studenten?

Die goldenen Drei
Die wichtigsten drei Versicherungen, auf die kein Student verzichten darf, sind die Kranken-, die Haftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherungen.
Die Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht. Doch der gesetzliche Schutz ist längst nicht mehr ausreichend. Vor allem im Bereich der Zahnheilkunde gibt es sehr große Lücken, die durch zusätzlichen Schutz geschlossen werden sollten. Ansonsten droht im Ernstfall ein finanzielles Fiasko, das sich gerade Studenten in der Regel nicht leisten können. Ob Krone, Implantat oder Keramik-Inlay – das sind kostspielige Maßnahmen, die entweder durch die private Krankenversicherung oder eben durch eine Krankenzusatzversicherung abgedeckt werden können. Während die erste Alternative nicht für alle zugänglich ist, stellt die zweite eine realistische und durchaus erschwingliche Möglichkeit dar. Studierende können bei einer Reihe von Anbietern sehr günstige Angebote bekommen.
Die Haftpflichtversicherung ist natürlich für jeden ein Muss. Das liegt daran, dass derjenige, der einer Person einen Schaden zugefügt hat, mit seinem gesamten Vermögen dafür haftet. Bei einem Handy oder einer Geldbörse ist der Schadensersatz zwar immer noch bezahlbar. Doch wenn es um einen teuren Rechner geht, um besonders wertvolle Kunstobjekte oder gar um Menschenleben, dann können die Ansprüche schnell in die Millionenhöhe gehen.
Die dritte Versicherung, die vor allem für Studenten sehr wichtig ist, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Gerade diese Versicherungsform wird häufig enorm unterschätzt. Doch aufgepasst! Vor allem die Generation der heutigen Studenten sollte sich den Abschluss einer BU-Police in Ruhe überlegen, da für sie kein gesetzlicher Schutz im Falle einer Berufsunfähigkeit mehr besteht. Gleichzeitig steigen immer mehr junge Menschen aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Beruf aus.

Die silbernen Vier
Eine weitere Versicherungsgruppe stellt ebenfalls einen sinnvollen Schutz dar. Sollten die Finanzen jedoch knapp sein, kann man hier getrost an dem einen oder anderen Ende sparen. Gemeint sind die Unfallversicherung, die Rechtsschutzversicherung, die Hausratversicherung und ein umfassender Reiseschutz. Bei der Rechtsschutzversicherung können Studierende auch vom Versicherungsschutz der Eltern profitieren. Das gilt unter Umständen im Übrigen auch für die private Haftpflichtversicherung. Man sollte gründlich alle Versicherungsverträge überprüfen, um bestimmte Richtlinien nicht zu übersehen, die eine solche Möglichkeit gewähren. Der Schutz durch die Versicherung der Eltern führt meistens zu keiner Verteuerung der Prämie oder zu etwaigen Leistungseinbüßen.

Dienstag, 15. September 2009

Berufsunfähigkeit vs. Erwerbsunfähigkeit

Grob lässt sich das Thema so zusammen fassen:

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dich ab für das Risiko, dass du in deinem Beruf nicht mehr arbeiten kannst. Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung hilft dir, wenn du tatsächlich gar keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen kannst. Wenn Du also nach dem Studium wegen einer Krankheit oder eines Unfalls nicht wie geplant als Ingenieur arbeiten kannst, bekommst du Geld aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Bist du so stark beeinträchtigt, dass du auch nicht mehr als Pförtner arbeiten kannst hilft die eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Wenn du in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst und in den 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit min. 3 Jahre lang eingezahlt hast. Diese sogenannte Wartezeit entfällt, wenn die Erwerbsunfähigkeit unter anderem aufgrund eines Arbeitsunfalles oder einer Schädigung während des Wehrdienstes oder Zivildienstes eingetreten ist.

Es wird dabei zwischen voller Erwerbsunfähigkeit (man kann nur noch weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten) und einer teilweisen Erwerbsunfähigkeit (man kann noch 3-6 Stunden pro tag arbeiten) unterschieden. Diese Einstufung spielt für die Höhe der Rente eine entscheidende Rolle.

Früher (bis zum 1. Januar 2001)war man über die gesetzliche Rentenversicherung auch gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abgesichert. Diesen Schutz gibt es heute nur noch für Personen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind.

Genaue Infos, wie das funktioniert findest du unter

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de


Wer sich heute gegen das Risiko absichern möchte, das ein Verdienstausfall im Zweifel über viele Jahre mit sich bringt, muss sich privat versichern. Wenn man sich mal überlegt, dass man z.B. 10 Jahre Verdienstausfall überbrücken muss, dann ist das Risiko enorm.

Die Schwierigkeit ist dass das Risiko der Berufsunfähigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Wirklich gut vorsorgen kann man aber nur solange man noch jung und gesund ist. Wenn einen schon die ersten Zipperlein plagen wird man nämlich im Zweifel von der Versicherung gar nicht mehr angenommen. Daher sollte man so früh wie möglich einsteigen. Dann sind die Beiträge gering und man ist in der Regel noch gesund.

Beim Abschluss muss man darauf achten, dass im Versicherungsvertrag das Thema abstrakte Verweisung ausgeschlossen ist. Ansonsten kann einen der Versicherer im Zweifel auf einen anderen noch ausübbaren Beruf verweisen und man bekommt erst einmal kein Geld von der Versicherung.

Siehe dazu auch http://allmaxx.de/studentenschutzbrief/berufsunfaehigkeit-quiz

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